So entstehen die Bewertungen
Jede Zahl ist berechnet, nicht geschätzt – aus echten Orts-Daten je Stadtteil. Hier legen wir Formeln und Gewichtungen offen.
Woher die Daten kommen
Für jeden Stadtteil werden reale Orte (Restaurants, Ärzte, Parks, Haltestellen usw.) aus Karten- und Bewertungsdaten importiert und dem Stadtteil anhand seiner Grenzen zugeordnet. Aus diesen Orten entstehen sieben Einzel-Bewertungen und ein Gesamtwert – jeweils auf einer Skala von 0 bis 100.
Wie eine Bewertung berechnet wird
Jede dieser Bewertungen kombiniert zwei Aspekte:
Angebot (60 %)
Wie viel es gibt – gemessen an der Dichte (Orte pro km²). Mehr Orte heben den Wert, aber mit abnehmendem Zuwachs: Ab einer guten, großstädtischen Ziel-Dichte gibt es rund 80 von 100 Punkten, darüber steigt es langsamer weiter Richtung 100. So werden dicht und sehr dicht versorgte Stadtteile noch unterschieden, ohne dass alles bei 100 „klebt“.
Qualität (40 %)
Wie gut die Orte ankommen – die durchschnittliche Sterne-Bewertung (1 bis 5) der Orte, umgerechnet auf 0 bis 100. Berücksichtigt werden nur Kategorien, für die tatsächlich Bewertungen vorliegen.
Die Normalisierung ist absolut (feste Zielwerte, keine Relativierung gegen andere Stadtteile) – die Werte sind dadurch stabil und direkt vergleichbar.
Die sieben Bewertungen im Detail
Jede Bewertung fasst bestimmte Orts-Kategorien zusammen. Die Zahl in Klammern ist das Gewicht, mit dem eine Kategorie in die Bewertung eingeht.
Wohnen
Wohnqualität aus Grünflächen und Nahversorgung.
Familie
Kitas, Schulen, Parks und Ärzte in der Nähe.
Verkehr
Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.
Freizeit
Parks, Sport, Kultur und Sehenswürdigkeiten.
Gastronomie
Restaurants, Cafés und Bars.
Versorgung
Supermärkte, Apotheken, Geschäfte und Ärzte.
Ruhe
Wie ruhig es ist – wenig Straßenverkehrslärm im Stadtteil.
Hinweis „Wohnen“: Für Wohnqualität gibt es keine eigene Orts-Kategorie – sie wird ersatzweise aus Grünflächen und Nahversorgung angenähert.
Hinweis „Ruhe“: Diese Bewertung stammt nicht aus Orts-Daten, sondern aus den amtlichen Lärmkarten: 100 minus dem Flächenanteil mit starkem Straßenverkehrslärm (≥ 65 dB, LDEN). 0 % laute Fläche ergibt also 100 (sehr ruhig).
Gesamtwert & Farben
Der Gesamt-Wert ist der gleichgewichtete Mittelwert der sieben Bewertungen. Die farbigen Balken sind eine schnelle Einordnung:
Sonderfall Verkehr: ÖPNV aus HVV-Daten
Die Verkehrsbewertung wird nicht aus Orts-Daten, sondern direkt aus den offiziellen HVV-Haltestellen (Open Data) berechnet. Zwei Signale fließen zu je 50 % ein:
- Abdeckung – Haltestellen je km², wobei Schnellbahn stärker zählt als Bus (U-/S-Bahn ×6, Regional-/Fernbahn ×4, Fähre ×2, Bus ×1).
- Taktung – Abfahrten pro Tag je km² (Frequenz und Umsteige-Knoten).
Beide Werte laufen über dieselbe Sättigungskurve wie die übrigen Metriken; eine Qualitäts- bzw. Bewertungskomponente entfällt hier. So spiegeln Schnellbahn-Lagen mit dichter Taktung die tatsächliche Anbindung besser wider als ein reines Zählen aller Haltestellen.
Auch weitere Angebote stammen aus amtlichen Daten statt aus den Orts-Verzeichnissen: das Kita- und Schulangebot (Familie) und die Sportstätten (Freizeit) als Standorte, die Grünflächen (Wohnen, Freizeit, Familie) als Grünanteil – dem Anteil öffentlicher Grünanlagen an der Stadtteilfläche (Digitaler Grünplan) – sowie Ärzte und Apotheken (Versorgung, Familie, Wohnen) aus den amtlichen Stadtteil-Profilen des Statistikamts Nord.
Was die Werte nicht sind
Die Bewertungen spiegeln das datenbasiert Messbare wider (Anzahl und Bewertung von Orten sowie die ÖPNV-Anbindung). Sie ersetzen keinen persönlichen Eindruck vor Ort und erfassen keine Faktoren wie Mietpreise, Lärm oder Sicherheit.